In jedem Stadtviertel von Offenburg entsteht eine lokal angepasste Wärmeerzeugung. Im Kreuzschlag befindet sich ein Blockheizkraftwerk (BHKW), im Mühlbachareal stammt die Wärmeenergie aus Kraft-Wärme-Kopplung von Produktionsprozessen bei Burda-Druck und im Paul-Gerhardt-Werk erzeugt ein hocheffizientes mit Gas betriebenes BHKW Strom und Wärme. Derzeit entsteht in der Freiburger Straße, auf dem Gelände des E-Werk Mittebaden eine Energiezentrale. Damit ist es möglich, den weiteren Netzausbau voranzutreiben und die Wärmeversorgung zuverlässig zu gewährleisten.

Nordoststadt

Die Erweiterung der Nahwärmetrasse rund um das Pflegeheim des Paul-Gerhardt-Werk e. V. und dem Ortenau Klinikum ist im vollen Gange. Etwa rund 100 Anschlüsse sind für die Leitungstrasse vorgesehen: Soziale und medizinische Einrichtungen, gewerblich genutzte Gebäude und industrielle Produktionshallen sowie Wohngebäude der Offenburger Wohnbaugesellschaften und externer Investoren sollen angeschlossen werden.

Die Wärme wird vor allem aus Prozessen der Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen, wobei industrielle Abwärme ebenso wie Umweltwärme zum Einsatz kommen.

Mühlbachareal / Kronenwiese

Das Nahwärmenetz kombiniert eine vorhandene, bisher rein industrielle Kraftwärmekoppelung (Burda Druck GmbH) sehr effizient mit der Nutzung regenerativer Energiequellen (Grundwasserwärmepumpe mit Stromversorgung aus PV-Anlagen und dem Wasserkraftwerk am Mühlkanal) und versorgt neben gewerblichen Wärmeabnehmern im Areal auch das gesamte neue Wohngebiet Mühlbachareal / Kronenwiese. Die WVO hat sich damit als wesentlicher Treiber der Energiewende positioniert und unterstützt das Klimaschutzkonzept der Stadt Offenburg.

Mittelfristig soll das Wärmenetz um das Sanierungsgebiet Bahnhof - Schlachthof erweitert werden.

Kreuzschlag

Vom Heizkraftwerk im Kreuzschlag aus wird das gesamte Wohngebiet Kreuzschlag und ein benachbarter Baumarkt mit Wärme versorgt. 2019 soll die Eichendorfschule in Albersbösch neu angeschlossen werden. Hierzu wird das Wärmenetz in Richtung Kinzig ausgebaut. Weitere Gebäude auf der "Strecke" sollen ebenfalls angeschlossen werden.

Emissionsarme und umweltfreundliche Wärme für die Menschen in Offenburg

Kontinuierlich arbeiten wir an der stategischen Umsetzung und den Einsatz innovativer Wärmetechniken, um den sukzessiven Aus- und Aufbau einer primärenergieeffizienten Nahwärmeversorgung weiterzuentwickeln. Wir setzen im Mix Kraft-/Wärmekoppelung, industrieller Abwärme, regenerativen Energiequellen und Pufferspeichern ein. Die Kraftwärmekoppelung erfüllt außerdem eine wichtige Ausgleichsfunktion für die witterungsabhängigen, regenerativen Erzeugungsanlagen. Das heißt, die Stromerzeugung der Blockheizkraftanlagen springt ein, wenn Sonne und Wind fehlen.

Wärmeversorgung Offenburg erhält Förderung durch Bundesministerium

Das Bundesumweltministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“. Mit der Förderung unterstützt das Bundesministerium Effizienzmaßnahmen in Kommunen und im kommunalen Umfeld, um eine Minderung der Treibhausgasemissionen zu erreichen.

In einer umfangreichen Prüfung hat der fördernde Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich (PTJ) die Förderung an die Wärmeversorgung Offenburg bewilligt. Bis zum Jahre 2022 verwenden wir die Förderung für den Ausbau des Fernwärmenetzes mit höchst energieeffizienten Kraft-/Wärmekopplungsanlagen rund um das Paul-Gerhardt-Werk in Offenburg. logo.jpg