Am 13. Juli informieren die Stadt Offenburg und die Wärmeversorgung Offenburg (WVO) die Öffentlichkeit über ihre Pläne zur zukünftigen Wärmeversorgung im Stadtgebiet. Die Veranstaltung findet im Paul-Gerhardt-Werk in der Louis-Pasteur-Straße 12 statt und beginnt um 10 Uhr. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Oliver Martini wird Stefan Böhler von der WVO den Fernwärmeausbauplan für Offenburg und speziell die Planungen für die Nordoststadt vorstellen. Welche Vorteile Hauseigentümern und Mietern entstehen, wenn sie die Chancen auf den Anschluss an das sich erweiternde Netz wahrnehmen, darüber berichtet Professor Dr. Joachim Jochum von der Hochschule Offenburg, der seit vielen Jahren sein eigenes Haus über Fernwärme heizt. „Der Ausbau der Fernwärme ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung unserer Klimaschutzziele“, stellt Martini heraus. „Am Infotag zeigen wir, wie Fernwärme zu Ihnen nachhause kommt, welche Technologien bei der Wärmeerzeugung in der Heizanlage im Paul-Gerhard-Werk im Einsatz sind und was die nächsten Ausbauschritte sind.“

Das Herz der Heizanlage im Paul-Gerhard-Werk ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW), erzeugt also nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Martin Wenz, Geschäftsführer der WVO ist überzeugt: „Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht hocheffiziente Stromerzeugung zur Ergänzung der regenerativen Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser.“ Von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr bietet Projektleiter Christian Linz stündlich Führungen durch die Anlage an. Dabei erklärt er die Funktionsweise des BHKW, des Pufferspeichers für die Wärme sowie der Wärmepumpe, die für die effiziente Nutzung der gesamten Energie zuständig ist. Darüber hinaus sind von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr Mitarbeiter der Stadt Offenburg, der WVO, der Ortenauer Energieagentur und weitere Projektpartner für Gespräche über Technik, Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkung der Fernwärmeversorgung vor Ort. Anhand einer Wärmeübergabestation zeigen sie, welche Installationen zuhause vonnöten sind, um sich an ein Fernwärmenetz anschließen zu können.

Das Klimaschutzprogramm der Stadt Offenburg sieht den Ausbau der Fernwärme im Stadtgebiet vor. Die WVO hat dafür ein Konzept erarbeitet, das sich derzeit in der Umsetzung befindet. Die WVO ist ein kommunales Unternehmen der Stadt Offenburg und der Elektrizitätswerk Mittelbaden AG & Co. KG mit dem Zweck, Nahwärmeversorgungen durchzuführen. Hierzu baut und betreibt sie Wärmenetze im Stadtgebiet Offenburg und die dazugehörenden Erzeugungsanlagen.